Dudelsack

Die Geschichte der Bagpipe:

Great Highland Bagpipes Full Silver SetDer Dudelsack ist eines der ältesten Instrumente überhaupt, und hat eine sehr lange Geschichte. Man vermutet, dass der Ursprung der Sackpfeife im alten Ägypten liegt, jedoch kann man es nicht genau sagen. Die ersten Dudelsäcke hatten mit der heutigen Great Highland Bagpipe noch eher wenig gemeinsam. Durch die Invasion der Kelten und Römer wurde dieses Instrument dann in Europa verbreitet. Auch im Mittelalter war die Sackpfeife sehr beliebt. Später wurden viele verschiedene Arten des Dudelsacks entwickelt. Etwa ab dem achtzehnten Jahrhundert verlor dieses Instrument seine Beliebtheit, und verschwand sogar in einigen Teilen Europas. Nur in Süditalien, dem Balkan und in der Bretagne blieb der Dudelsack in seiner Form erhalten.

Auch in Großbritannien war es ähnlich; über Jahrhunderte hinweg war die Bagpipe ein sehr häufig gespieltes Instrument, und verschwand dann fast von der Bildfläche. Nur in den schottischen Highlands blieb die Pipe am Bestehen. Kriegerische Menschen fanden dort den Gefallen am Klang dieses Instruments. Später verdrängte die Bagpipe sogar die Harfe. Die Form veränderte sich erst um etwa 1500, als erstmals eine zweite Drone (die Pfeife welche den Hintergrundton erzeugt) hinzugefügt wurde. Zuvor wurde nur eine einfache Melodiepfeife (Chanter) mit einer Drone verwendet. Der Luftsack war aus Leder. Es wurden sogar Schulen eingerichtet um dort das Spielen der Pipes zu erlenen. Unterrichtet wurde unter anderem die klassische Musik der Bagpipe, die so genannte „Ceol Mor“ (gälisch für Piobaireachd - ausgesprochen „Pibroch“) Musik. Diese Art von Musik ist die höchste Kunst des Dudelsackspielens, und kann mit den größten Kompositionen aus aller Welt locker mithalten.

Auf der Isle of Skye betrieben die MacCrimmons eine Dudelsackschule. Die Blütezeit der MacCrimmons hielt über 200 Jahre an. In dieser Zeit unterrichteten sie Piper aus allen Regionen in den Highlands. Die MacCrimmons schrieben viele Meisterstücke, welche teilweise heute noch erhalten sind.

Im Jahre 1745 nach dem Aufstand der Jakobiten wurden drastische Gesetze eingeführt. Unter anderem wurde das Dudelsackspielen verboten, und die Schulen konnten nicht mehr bestehen, sodass die Gefahr bestand dass die Great Highland Bagpipe so wie zuvor in anderen Teilen Europas auch in den schottischen Highlands verschwindet. In dieser Zeit wurde vieles mündlich weitergegeben, da es auch verboten war die Musik zu notieren. Später wurde das Spielen jedoch wieder erlaubt. Unter anderem hat die britische Armee durch die schottischen Soldaten einiges dazu beigetragen, dass dieses Instrument wie wir es heute kennen auf der ganzen Welt immer bekannter wurde.

Heutzutage ist die Pipe sehr populär, und das mit zunehmender Tendenz.

 

Jede Person welche sich vornimmt dieses Instrument zu erlernen sollte aufgrund der Tatsache dass es mit einer großen Tradition verbunden ist, stolz darauf sein. Großartige Kompositionen wurden für die Bagpipe komponiert.

 

Dudelsack Heute:

Bei der Great Highland Bagpipe verwendet man heutzutage teilweise noch immer einen Luftbeutel aus Leder. Jedoch gibt es mittlerweile sehr gute Alternativen wie z.B. synthetische Bags von Gore-Textm. Diese haben den Vorteil dass man sie nicht regelmäßig mit Dichtmittel (Seasoning) abdichten muss. Alle Holzteile sind aus African Blackwood.

3 Drones (Bordunen), eine Melodieflöte (Chanter) sowie ein Mundstück (Blowpipe) sind in den Bag eingebunden. Die Drones erzeugen diesen stetigen Hintergrundton (1 Bass- und 2 Tenordrones). Die sich darin befindenden Rohrblätter erzeugen den Klang der Drones. Der Chanter umfasst 9 Töne welche durch ein Doppelrohrblatt erzeugt werden, wobei eine eigene schottische Grifftechnik erlernt werden muss. Blockflöten, Hümmelchen und Mittelalterdudelsäcke etc. werden mit einer anderen Griffweise gespielt. Ein Rückschlagventil in der Blowpipe sorgt dafür, dass keine Luft zurückströmen kann.

Eine Alternative zum eher lauten Hochlanddudelsack wäre beispielsweise eine „Smallpipe“. Diese Pipe klingt um einiges sanfter und wird mit einem Balg (Bellow) unter dem Arm gespielt. Mittels Pumpen mit dem Bellow befördert man die Luft in das Instrument. Smallpipes gibt es auch ohne Balg und mit Blowpipe. Der große Vorteil ist, dass man dieses Instrument mit derselben Fingertechnik wie für die Great Highland Bagpipe spielen kann und es zudem viel leiser ist, und sich somit bestens zum musizieren in geschlossenen Räumen eignet.

schottische Instrumente

In der Abbildung von links nach rechts: Practice Chanter, Great Highland Bagpipes und Scottish Smallpipes mit Bellows (Blasebalg)

Dudelsackspielen wird heutzutage wie auch früher auf einem Practice Chanter (Übungsflöte) erlernt.

 

Dudelsackspielen lernen:

Notenständer Practice ChanterMan beginnt auf dem Practice Chanter (Abkürzung: PC, übersetzt: Übungsflöte). Darauf lernt man die Tonleiter, die ersten Griffe, Gracenotes und Melodien. Erst später „steigt“ man dann auf den großen Dudelsack um, wobei umsteigen eigentlich das falsche Wort ist, denn der Practice Chanter begleitet einen sein ganzes Piperleben lang. Darauf werden immer wieder neue Stücke eingeübt bevor man sie auf der Highland Pipe spielt. Zum Klang, der PC klingt nicht genauso wie der schottische Dudelsack sondern viel leiser. Es genügt ein Standard Kunststoff Practice Chanter ab etwa € 60,- aufwärts. Aufpassen sollte man dann wenn man sich später mal einen richtigen Dudelsack zulegt. Mehr dazu weiter unten unter "Dudelsack Kaufen". Soundbeispiele finden Sie unter "Auftritte". Je nach Fähigkeiten, Talent und der Zeit welche man ins Üben investiert, vergeht eine Weile bis man sich Gedanken über den Kauf eines Dudelsacks machen sollte. Der Lehrer weiß wann es für den Schüler soweit ist.

 

Grundsätzlich kann man sagen, dass es für jeden möglich ist dieses Instrument zu erlernen wenn man genügend übt, bei einem Lehrer unterricht nimmt, und sich mit der Materie auseinander setzt. Ca. 30 Minuten pro Tag sollte man sich mind. Zeit nehmen. Man kann stolz sein, dieses ehrenhafte Instrument zu erlernen. Natürlich sollte man ein Mindestmaß an Musikalität in sich haben.

 

Wenn man das Dudelsackspielen erlernen möchte ist man hier mehr als richtig. Hier gibt es alle Infos zum Unterricht!

 

 

 

 

Dudelsack kaufen:

Wenn es dann endlich soweit ist, und man sich eine Great Highland Bagpipe zulegen möchte, sollte man auf einige Dinge achten. Leider fallen zu viele Leute auf die Billigangebote wie man sie z.B. bei ebay oft findet rein. Diese Instrumente wird man nie richtig spielen können, da die Verarbeitung sehr schlecht ist, der Bag meistebay pakistan dudelsack undicht ist, und falls man so einem Ding dann trotzdem noch einen Ton entlocken kann, klingt es ziemlich schräg. Das ist rausgeschmissenes Geld, und die Billiganfertigung dient höchstens noch als netter Wandschmuck. Richtige spielbare Pipes beginnen in etwa bei einem Preis von € 800,-. Natürlich sind nach oben hin fast keine Grenzen gesetzt, man muss allerdings sagen, dass ein Dudelsack um € 800,- genauso gut klingen kann wie ein Dudelsack um € 8000,-. Grundsätzlich bestimmen die Beschlagteile den Preis. Ob man eine schlichte Pipe ohne jegliche Verzierungen hat, oder handgravierte Silbermontierungen, sagen über den Klang nicht viel aus. Ein guter Bagpipemaker verwendet für ein kostengünstigeres Instrument das gleiche Holz wie für das teuerste Modell.

Falls Sie sich einen Dudelsack zulegen möchten, sich aber nicht sicher sind, ob Sie bei dem Kauf eventuell etwas falsch machen, können Sie mich gerne kontaktieren. Ich stehe Ihnen gerne mitmeinem Rat zur Seite. Ein kleiner Tipp am Rande, man erkennt die Billigprodukte meist an dem hellen Holz, denn bei einer Great Highland Bagpipe wird African Blackwood verwendet, und das ist fast komplett schwarz. Außerdem ist das rotkarierte Cover (Überzug) oft ein Zeichen dafür. Das muss jedoch nicht immer zutreffen, aber in etwa 90% der Fälle ist es so. Und natürlich ist der billige Preis ein Indiz dafür. Man kann sich nicht erwarten, dass man um etwa € 300,- ein hochwertiges Musikinstrument bekommt. Kompetente Händler finden Sie auch unter meinen Links!

 

 

Dudelsack Service:

Bagpipe Dronereeds and Chanter ReedsViele Anfänger plagen sich oft auf viel zu schwer eingestellten Instrumenten. Gerne helfe ich Ihnen Ihre Bagpipe optimal einzustellen.

Beim Hochlanddudelsack ist es sehr wichtig, dass alle Verbindungswicklungen sauber und genau gemacht sind, die Dronereeds richtig eingestellt sind, das passende Pipe-Chanter-Reed verwendet wird, das Instrument richtig gestimmt ist, und der wichtigste Punkt, dass der Bag (Luftsack) dicht ist.

Gerne überprüfe ich Ihren Dudelsack, und statte ihn je nach Wunsch oder Bedarf mit neuen Reeds aus oder optimiere die vorhandenen Reeds, überprüfe ihn auf „Dichtheit“ oder setze saubere Wicklungen.

Bitte nehmen Sie diesbezüglich mit mir Kontakt auf!

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